VISA Kreditkarten laufen Mastercard und American Express den Rank ab
Am 2. Februar 2011 stellte der Kreditkarten- Anbieter VISA in San Francisco seine aktuelle Bilanz vor. Das Unternehmen bewegt weltweit Milliarden. Die Gewinne sollen auch in Zukunft steigen. Wie macht VISA Gewinn?
VISA verdient an der Kauflust der Menschen. Diese erhöht sich noch, wenn bargeldlos bezahlt wird. Denn mit der Kreditkarte entsteht kein direktes Loch im Portemonnaie, sondern „nur” ein imaginärer Abzug auf fernen Bankpapieren. Dass VISA bei jedem Kauf mitverdient, wird als kleiner Prozentsatz registriert. Aber weltweit summieren sich die kleinen Beträge zu einem Ertrag von über zwei Milliarden pro Jahr.
War die Finanzkrise noch eine Hemmschuh, so haben sich die Verhältnisse spätestens im zweiten Halbjahr 2010 wieder normalisiert. Normalisiert heißt bei VISA: 884 Millionen Dollar Gewinn im letzten Quartal. Die Nr. Eins weltweit - Nicht erst seit dieser Steigerung um sechzehn Prozent ist VISA Weltmarktführer in der Branche. Bei keinem anderen Kreditkartenunternehmen fließen fast 900 Millarden Dollar Umsätze durch die Bücher. Mastercard und American Express folgen auf den Plätzen. Nach Bekanntgabe des Ergebnisses stieg die VISA-Aktie fast um ein Prozent.
Geschäft ohne Risiko? VISA verleiht das Geld nicht selbst, sondern übernimmt nur die Abwicklung der Zahlungen. Das Risiko unbezahlter Rechnungen tragen die Banken, aber auch Fluggesellschaften oder Autovermieter. Die Gefahr droht von administrativer Seite. Die USA wollen neue Finanzmarkt- Gesetze erlassen, die den Verbraucher besser vor hohen Kreditzinsen schützen. Auch gilt es, sich entsprechend der neuen online-Möglichkeiten aufzustellen. Hier hat VISA mit der Übernahme von CyberSource bereits vorgesorgt. Die klassische Kreditkarte erweitert sich immer mehr. Mastercard hat sich beispielsweise das bekannte deutsche Payback- System gesichert.

