Kommunikation im betrieblichen Kontext
Ein Unternehmen, das heutzutage im Marktgeschehen bestehen will, muss in all seinen Unternehmensbereichen und -subbereichen Entscheidungen treffen, die wohl überlegt und fundiert sind. Auf dem Markt hat jede Entscheidung Konsequenzen, sowohl unternehmensinterne, wie auch -externe. Jede Entscheidung formt ein Unternehmen und spiegelt darüber einen Führungsstil (intern, wie auch extern), eine Marktstrategie (intern, wie auch extern) wider, die darüber entscheiden, ob dieses Unternehmen Bestand hat und so das Marktgeschehen aktiv mitbestimmen kann, dass das Unternehmen in seinen Fundamenten gesichert bleibt (wenn es eine bereits feste Position auf dem Markt hat; wenn nicht, das es sich einen Platz auf dem Markt sucht [Marktnische]).
Jede Entscheidung wird wieder auf das Unternehmen zurückfallen. Um Entscheidungen zu treffen, müssen im Vorfeld Ziele formuliert werden, wofür ein Unternehmen existiert und was ein Unternehmen erreichen will (Business Mission). Einzelne Entscheidungen sollen auf ein gesamtheitliches Ziel fokussiert sein und dieses validieren. Das vornehmliche Ziel ist aber nicht mehr ausschließlich die Gewinnmaximierung, die ein Unternehmen auf dem heutigen Markt existieren lassen, sondern viele kleinere Subziele. Bspw. Zufriedenheit der Mitarbeiter, umweltfreundliche Produktion oder ein positives Unternehmensimage sind Ziele, die Konkurrenzfähigkeit absichern.
Die Ansprüche der Marktteilnehmer haben sich verändert. Gründe dafür sind die Umstrukturierung des Marktes von einem reinen Produktionskonzept („Gute Produkte verkaufen sich von selbst“) aus der Nachkriegszeit (nach 1945), über ein Verkaufskonzept der 60er Jahre („Der Absatz der Produkte wird durch Werbung weiter gesteigert“) bis hin zum Social Marketingkonzept im Jahr 2000, das Unternehmen als Teil der sozialen und ökologischen Umwelt betrachtet und deren Produktionspalette auf einen Dienstleistungsbereich ausgeweitet wird, um den Ansprüchen unserer seit dem 2ten Weltkrieg gut ausgebauten Versorgungswirtschaft auch heute noch gerecht zu werden und Umsätze mit immateriellen Gütern zu machen.
Um, unter welchen Gesichtspunkten auch immer, eine Entscheidung zu treffen, müssen dafür Informationen die Grundlage bilden. Sind nicht alle eine Entscheidung fundierenden Informationen gegeben, kann sie zu negativen Konsequenzen führen. Eine negative Konsequenz bedeutet im schlechtesten Falle finanzielle Einbußen, finanzielle Einbußen sind kapitale Verluste, die das Unternehmen in seiner Ganzheit schwächen. Das wiederum bedeutet, das ein Unternehmen in seinen zukünftigen Entscheidungen weniger Wahlfreiheit hat, weniger Wahlfreiheit bedeutet schlechtere Durchsetzung von Unternehmenszielen bzw. Zielkonflikte treten auf.

