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Ist die Riester-Rente sinnvoll? 25% der Renten-Erträge können auf der Strecke bleiben

Seit 2002 gibt es in Deutschland die Riester- Rente und fast 14 Millionen Deutsche haben bisher von dieser Vorsorgemöglichkeit für das Alter Gebrauch gemacht. Das Thema ist zu einem großen Geschäft für Banken und Versicherer geworden. Die Verbraucher zahlen dabei zwar nicht drauf, aber in der Vielzahl der Angebote und Dienstleister können bis zu 25 Prozent der Renten- Erträge auf der Strecke bleiben, wenn der Vertrag nicht gut ausgestaltet ist.

Förderungsfähig ist jeder mit Einkommen. Selbst nicht arbeitende Ehefrauen können die staatlichen Zulagen kassieren, wenn der Ehemann eine entsprechende Police abgeschlossen hat. Auch Kinder bringen Förderbeträge. Zudem sind die Ausgaben für die Riester-Rente bis zu einer Höhe von 2.100 Euro steuerlich absetzbar. Bei den Verträgen gibt es unterschiedliche Varianten.

Die meisten Verbraucher haben sich bisher für einen Banksparplan entschieden, den Riester-Fondssparplan wählten 2,7 Millionen Kunden. Der Banksparplan gilt als sicher und transparent, bietet aber nicht die Top- Erträge. Er ist besonders für ältere Kunden geeignet. Für jüngere Kunden bietet sich die Möglichkeit einer Beleihung an, wenn sie eine Immobilie finanzieren wollen. Beim Fondssparplan fließen die Einzahlungen in Aktien- und Rentenfonds. Die Sparer profitieren von Gewinnen bei Zinsen und Börsenkursen und erreichen eine vergleichsweise höhere Absicherung.

Geeignet ist das Modell aber nur für jüngere Kunden, die das Auf und Ab der Börse langfristig verkraften können. Eine neue Möglichkeit ist das Bauherren-Modell. Hier kann die Förderung in einen zertifizierten Bausparvertrag fließen oder zur Tilgung von Hypothekenzinsen genommen werden. Wichtig ist in jedem Falle, den Riester-Vertrag mit einer starken Bank abzuschließen, um sich vor minderen Erträgen zu schützen.

Geschrieben am 22.05.2011 in Riester-Rente
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