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Home / Börse / Geschlossene Schiffsbeteiligung als Investment und Kapitalanlage

Geschlossene Schiffsbeteiligung als Investment und Kapitalanlage

Aufgrund der Turbulenzen am Aktien- und Rentenmarkt in Folge der Finanzkrise suchen viele Anleger nach Alternativen. Eine davon sind Sachwertfonds, auch geschlossene Beteiligungen genannt.

Geschlossene Beteiligungen investieren das Geld ihrer Anleger in bestimmte Sachwerte wie beispielsweise Schiffe, Immobilien und Flugzeuge. Durch diese Investments sind hohe Renditen zu erzielen, gleichzeitig bieten die Sachwerte einen gewissen Schutz vor Inflation. Der Anleger beteiligt sich hierbei an einer Fondsgesellschaft, wodurch er sowohl an den positiven Erträgen als auch an den Verlusten des Fonds beteiligt ist.

Unter den Anlegern sehr beliebt sind insbesondere die geschlossenen Schiffsbeteiligungen. Diese investieren, wie der Name schon sagt, in Schiffe. Dies kann, je nach Art der Beteiligung, entweder ein Tanker, ein Containerschiff oder eine Kreuzfahrtschiff sein. Alle drei Segmente wiesen in den letzten Jahren aufgrund der fortschreitenden Globalisierung hohe Wachstumsraten und somit hohe Renditen für die Anleger auf. Die Erträge des Fonds werden hierbei aus den Chartereinnahmen der Reedereinen erzielt, die abzüglich der Verwaltungskosten an die Anleger ausgeschüttet werden. Am Ende der Fondslaufzeit (durchschnittlich zwischen 8-15 Jahre) wird das Schiff verkauft, der Erlös hieraus wird wiederum den Anlegern gutgeschrieben.

Der große Vorteil geschlossener Schiffsbeteiligungen ist hierbei die steuerliche Behandlung der Erträge. Durch die Anwendung der Tonnagesteuer ist nur ein Bruchteil der Erträge steuerpflichtig, der Rest kann als steuerfreie Einnahme verbucht werden. Für Anleger, die ihr Geld langfristig anlegen wollen, sind Schiffsbeteiligungen eine gute Alternative zu anderen Anlageformen. Um das Risiko der Anlage zu begrenzen, sollten Anleger in jedem Fall den von der Fondsgesellschaft aufgelegten Verkaufsprospekt studieren. Insbesondere die Frage nach der Bonität des Charterers und der Langfristigkeit der Charterverträge sollten beantwortet werden.

Geschrieben am 17.03.2009
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