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Home / Finanzen / Finanznot in Detuschland: Single-Haushalte 2011 in der Schuldenfalle

Finanznot in Detuschland: Single-Haushalte 2011 in der Schuldenfalle

Die Meldung des Statistischen Bundesamtes aus dem Januar 2011 macht betroffen: In einer Studie hat das Amt aufgelistet, wie hoch die durchschnittliche Verschuldung in Deutschland ist und welche Gründe dafür ausschlaggebend sind. Das durchschnittliche Schuldenkonto beträgt 35.000 Euro. Betroffen sind in auffallend viele Single-Haushalte - Männer wie Frauen. Mehr als die Hälfte unterhalb der Pfändungsgrenze:  Bis zu einem Einkommen von 990 Euro darf gepfändet werden - die absolute Mehrheit der Schuldner kann nicht einmal 900 Euro im Monat vorweisen.

Von solchen Beträgen kann kaum das tägliche Leben finanziert, geschweige denn eine Schuld getilgt werden. Nur drei Prozent der Schuldner verfügten über ein Einkommen von mehr als 2.000 Euro. Arbeitslosigkeit führt oft zum finanziellen Absturz: Erwerbslosigkeit ist der häufigste Grund, eine Schuldnerberatung aufzusuchen (28 Prozent der Fälle).

Mit dem Wegfall der Einkommensgrundlage können viele monatliche Raten oder Verpflichtungen anderer Art nicht mehr eingehalten werden. Wer auf sich allein gestellt ist, hat oft keine andere Möglichkeit mehr, als mit Stundungen oder anderen Vereinbarungen über die Runden zu kommen. Allein mit den Schulden: Unter den Alleinstehende mit Geldproblemen sind Männer doppelt so hoch vertreten wie Frauen.

Auch die Trennung von einem Lebenspartner oder dessen Tod können die finanziellen Verhältnisse eines Einzelnen stark beeinträchtigen. Mit 14 Prozent ist diese Personengruppe die zweitgrößte bei den Schuldnerberatungen. Macht Krankheit arm? Erkrankungen oder Sucht sind Faktoren, die Finanznöte auslösen können.

Nicht immer kann eine Vorsorge getroffen werden, die im Krankheitsfall einen Ausgleich schafft. Zusammen mit den speziellen Probleme im Kontext mit Suchtverhalten  ergibt sich hier ein Schuldenanteil von 11 Prozent. Eigenes Verschulden und Unternehmerrisiko: Nur 10 Prozent der Schulden kommen durch unwirtschaftliche Haushaltführung zusammen. Auf Grund gescheiterter Selbständigkeit werden 9 Prozent zum Schuldner.

Geschrieben am 22.05.2011
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